Moderation

Bei der Zusammenstellung unseres Filmprogramms leitet uns nicht zuletzt der Wunsch, dem Publikum inspirierende Blicke auf unterschiedliche Themen zu ermöglichen. Doch das reine Filmerlebnis ist das eine. Das andere ist, die Eindrücke mit anderen zu teilen oder aber sich an Erkenntnisse heranzutasten. Letztlich entfalten die Filme erst im Gedankenaustausch ihre volle Wirkung und werden lebendig – nach dem Motto „Sehen ist Silber, Reden ist Gold“. Deshalb ist es uns seit jeher wichtig, den Diskussionen, die sich an jede Filmvorführung anschließen, den Raum zu geben, den sie brauchen. Und es ist uns Ehre und Freude zugleich, erneut zwei kluge wie kundige Gastmoderatoren an unserer Seite zu wissen.


Werner Ružička 

war von 1985 bis 2018 Leiter der Duisburger Filmwoche. Er studierte Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften in Bochum. Ab 1974 Leiter der kommunalen Filmarbeit in Bochum. 1978-82 Regie und Produktionsleitung beim dokumentarischen Langzeitprojekt „Prosper/Ebel - Eine Zeche und ihre Siedlung“. Nach 1982 Arbeiten für Fernsehen und Theater. Juror u.a. bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und beim Adolf-Grimme-Preis. Lehraufträge für Dokumentarfilm, u.a. an der HFF München, Goethe-Institut-Seminare u.a. in China und Israel. Seit 2007 ist er Gastmoderator bei der Nonfiktionale. Im Februar 2018 wurde er im Rahmen der Berlinale mit dem Ehrenpreis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet.


Franz Müller

lebt als Filmemacher und Mitherausgeber der Filmzeitschrift „Revolver“ in Köln und Berlin. Nach seinem Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gerhard Richter studierte er von 1993 bis 1996 Kybernetik bei Oswald Wiener. Rund zehn Jahre lang Kinoprogrammarbeit für den Filmclub 813 im Kino in der Brücke/Köln. 2002 schloss er ein Postgraduiertenstudium an der KHM Köln ab. Seit 2012 Lehraufträge für Regie an der Kunsthochschule für Medien Köln, Manchester Metropolitan University u.a. Seine preisgekrönten Filme – wie „Die Liebe der Kinder“ (2009) oder „Worst Case Scenario“ (2014) - liefen auf zahlreichen nationalen wie auch internationalen Festivals. Sein aktueller Spielfilm „Die Tagebücher von Adam und Eva“ befindet sich derzeit in der Postproduktion.