Filmprogramm Junge Doks

Mit unserem Filmprogramm "Junge Doks" möchten wir vor allem Schüler und Jugendliche ansprechen und ihnen nach jeder Filmvorführung Gelegenheit zu einem Dialog mit den Filmemachern geben.


Do, 14. März, 10.30 Uhr


D 2016, 73 Minuten, OmU

Regie, Produktion: Gudrun Gruber

Kamera: Bernd Effenberger

Montage: Gaby Kull-Neujahr

Musik: Dominik Giesriegl

Sounddesign: Jörg Elsner

Produktion: HFF München


Das Grenzland zwischen Mexiko und den USA, ein Ort der Abwehr und der Verheißung. Die Mauer, die Donald Trump seinen Wählern versprochen hat, spaltet seit Jahren die Gesellschaft und die politischen Lager. Der Film aus dem Jahr 2016 gewinnt durch die fortlaufende Debatte eine nicht geahnte Aktualität. Denn schon vor Trumps Präsidentschaft sind knapp ein Drittel der über 3000 km langen Staatsgrenze durch mehr oder weniger durchlässige Grenzanlagen befestigt. Gudrun Gruber begleitet unterschiedlichste Akteure auf US-amerikanischer Seite: Farmer, deren Land als „Niemandsland“ gilt und die zwischen den Bedürfnissen nach Sicherheit und Freiheit gefangen sind. Aktivistinnen, die Wasservorräte in der Wüste deponieren. Freiwillige einer Bürgerwehr, die ihre Grenzpatrouillen auch als eine Art humanitären Auftrag verstanden wissen wollen. Indigene, deren Land durch den Grenzverlauf geteilt wird. Der Film zeigt, vor welche alltäglichen Probleme und moralischen Entscheidungen diejenigen gestellt sind, die an und mit der Grenze leben, und stellt die Frage nach der Menschlichkeit und Selbstverantwortung des Einzelnen.

Trailer zum Film


Eines Tages ist Addai verschwunden. Sechs Wochen später erhält seine Mutter eine E-Mail: „Ich bin nicht weggegangen, weil ich von dir weg wollte, merk dir das.“ Addai ist dem IS nach Syrien gefolgt und wird nicht mehr zurückkommen. Seine Mutter sucht verzweifelt nach Antworten. Was trieb ihn an? Wie ist er gestorben? Schließlich öffnet der Brief eines verurteilten Terroristen eine neue Spur. Aus der Begegnung von Addais Mutter mit Ilias, einem Rückkehrer aus Syrien, ergeben sich einzelne Linien, mittels derer sich die Geschichte des Sohnes und Kameraden fragmentarisch nachzeichnen lässt. Mit Hilfe von Animationen unternimmt der Film eine Rekonstruktion dessen, wovon reale Bilder fehlen. So entsteht eine sehr persönliche Geschichte über einen andauernden Krieg.

Trailer zum Film


Preise:
Beste Produktion, Sehsüchte 2018; Audience Award, Tampere 2018; Best Short, Docaviv – International Shorts Competition 2018; Publikumspreis Dokumentarfilm, Open Eyes Marburg 2018; Spezialpreis der Jury, Shortynale 2018