Motto "Sprechende Bilder"

Die Nonfiktionale widmet sich 2018 dem Motto "Sprechende Bilder". Wir nehmen Filme in den Blick, die ihre treibende erzählerische Kraft aus dem Bild schöpfen und dabei auf Interviews, geführte Gespräche und Off-Kommentar als strukturgebende Elemente verzichten. Natürlich wird in den meisten der Filme, die wir bei unserer elften Festivalausgabe zeigen und zur Diskussion stellen, auch gesprochen. Doch das, was sie besonders macht und in ihrer Mannigfaltigkeit eint, ist der filmische Zugang über das Bild, die Beobachtung bzw. die Verdichtung der Geschichte über die Montage. Es sind diese Aspekte, die wir mit unserem diesjährigen Motto in den Fokus rücken wollen.

Aus dieser erzählerischen Entscheidung ergeben sich überaus spannende kreative Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen: Wie lässt sich das Geschehen vor der Kamera so kondensieren, dass der Zuschauer die Orientierung behält? Wie spinnt man den erzählerischen Bogen? Wie werden wesentliche Informationen vermittelt, wenn man sie nicht im Gespräch zwischen Filmemacher und Protagonisten ansprechen kann?

In unserem Programm spannen wir wieder einen Fächer unterschiedlicher Spielarten auf. Die Bandbreite reicht von klassischen beobachtenden Dokumentarfilmen über episodische Filmerzählungen bis hin zu experimentellen Formen.