-------------------------------------------------------------

Nonfiktionale trauert um Klaus Jörg Schönmetzler

Der langjährige Kulturreferent des Landkreises Rosenheim Klaus Jörg Schönmetzler, unser Förderer und Unterstützer der ersten Stunde, ist im Alter von 67 Jahren verstorben. Seit wir die Idee für unser Festival vor nunmehr über 10 Jahren in Bad Aibling vorstellten, konnten wir uns glücklich schätzen, Klaus Schönmetzler als Ansprechpartner und Förderer an unserer Seite zu haben. Seine gelebte und immer aufrichtige Liebe zur Kultur war ebenso fester Bestandteil seiner Persönlichkeit wie sein freundliches und bescheidenes Wesen. Es war uns eine Ehre und Freude zugleich, ihn für unsere erste Festivalausgabe 2009 als Juror gewinnen zu können. Auch in den folgenden Jahren konnten wir uns immer auf seinen klugen und freundschaftlichen Rat und seine tatkräftige Unterstützung verlassen. Leider konnte Klaus Schönmetzler aufgrund seiner Krankheit das 10-jährige Jubiläum der Nonfiktionale im März 2017 nicht mehr persönlich miterleben - seine Inspiration wird uns aber auch in Zukunft begleiten. Dafür sind wir ihm aus tiefstem Herzen dankbar! Wir trauern.

-------------------------------------------------------------

 

 



Nonfiktionale Preisträger 2017

Die 10. Nonfiktionale ist nach vier spannenden und intensiven Festivaltagen zu Ende gegangen. Mit einer feierlichen Preisverleihung endete am 19. März die diesjährige Nonfiktionale.

Die Jury bestehend aus Anne Even und Attila Boa vergab den mit 2000 Euro dotierten Nonfiktionale Preis der Stadt Bad Aibling für die herausragende Regieleistung bei dem Film "Sauacker" an Tobias Müller.

Der AVID-Schnittpreis ging an Guido Krajewski für den Film "Losers and Winners" von Ulrike Franke und Michael Loeken.

Neben den beiden Hauptpreisen vergab eine dreiköpfige Schülerjury den mit 750 Euro dotierten Bürgerpreis an den Film "Korida" von Siniša Vidović.

Wir gratulieren den Preisträgern!!


Nonfiktionale Preis 2017: Tobias Müller für SAUACKER

Preisverleihung

JURYBEGRÜNDUNG:

Wir zeichnen mit SAUACKER einen Film aus, der ganz und gar mit Tobias Müller, einem besonderen Nachwuchstalent verbunden ist als Autor, Regisseur und Kameramann. Tobias Müller schafft es, dass wir sofort unverstellt teilhaben am Leben und dem harten Alltag einer dörflichen Bauernfamilie. Er scheut auch die Idylle nicht, ohne je abzugleiten in romantischen Kitsch. Die Kamera scheint verwachsen mit dem Autor. Über einen langen Zeitraum wird er zum Familienmitglied. Offen und vertrauensvoll teilen sie mit ihm ihre Gedanken, Träume, ihr Leid und ihre Ängste und geben uns damit die Möglichkeit, eine kleine Welt kennen zu lernen, die stellvertretend stehen kann für viele gefährdete landwirtschaftliche Betriebe nicht nur in Deutschland.


Avid-Schnittpreis 2017: Guido Krajewski für LOSERS AND WINNERS von Ulrike Franke und Michael Loeken

Jury (Anne Even und Attila Boa) mit Ulrike Franke und Michael Loeken

JURYBEGRÜNDUNG:

Der Schnittpreis der 10. Nonfiktionale Bad Aibling geht an Guido Krajewski für den Film „Losers and Winners“, dem die hohe Kunst gelungen ist, ein Mammutprojekt von 1.1/2 Jahren Drehzeit und mehr als 200 Stunden Material in eine bestechende Form zu bringen. Trotz der Sprachbarriere bleibt Zeit, vielen Protagonisten eine ganz persönliche Stimme zu geben und dabei lebendige Beobachtungen und Details klug zusammen zu führen. Ein menschliches Bild für ein globales Thema. Auch 11 Jahre nach der Fertigstellung ist der Film für uns ein brillantes Beispiel für einen zeitlosen Schnitt.


Bürgerpreis 2017: KORIDA von Siniša Vidovic

Schülerjury 2017

BEGRÜNDUNG DER SCHÜLER-JURY:

Der bosnische Stierkampf, die Korida, ist jenseits der Landesgrenzen wenig bekannt. Umso spannender ist die Begegnung mit dem Thema. Beim Stierkampf, der in beeindruckenden Bildern präsentiert wird, kommen Serben, Kroaten und Bosniaken friedlich zusammen, um diesem Schauspiel beizuwohnen. Dem Film „Korida“ gelingt es, verschiedene Ebenen geschickt miteinander zu verweben und zeigt dem Zuschauer über das Vehikel Stierkampf die gesellschaftliche und politische Realität Bosniens. Trotz der unauflösbar scheinenden politischen Situation gelingt es Regisseur Sinisa Vidovic, den dramaturgischen Bogen zu einem Ende zu führen und gleichzeitig ein komplexes Bild zu erschaffen. Verstärkt werden die imposanten Aufnahmen durch die Auswahl der Musik.