12. bis 15. März 2026

Nonfiktionale 2026

Die Nonfiktionale 2026 - Vielen Dank!

Nach vier intensiven Festivaltagen ist die 18. Nonfiktionale zu Ende gegangen! Wir alle haben die Begegnungen vor Ort, die interessanten Diskussionen und Gespräche sehr genossen! Vielen Dank an alle Filmemacherinnen und Filmemacher, die zu uns nach Bad Aibling gekommen sind und unser wunderbares Publikum, das diese Tage für uns zu einem so tollen Erlebnis gemacht haben.

Impressionen von der Preisverleihung 2026

Preisträgerfilme

Im Rahmen der Preisverleihung vergab unsere Jury, bestehend aus Dagmar Mielke, Max Sänger und Agata Wozniak folgende Preise:

Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling

Der mit 2.000 Euro dotierte Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling geht an:

Tiere und andere Menschen
von Flavio Marchetti


Begründung der Jury:

Da ist die Schimpansin Rosi, die zaghaft ihre Hand durch die Gitter steckt. Oder die Tierpflegerin, die einem Papagei aus einem Kinderbuch vorliest. Aber manchmal kommt jede Hilfe zu spät. Ein Schwan muss eingeschläfert werden. Regisseur Flavio Marchetti erzählt mit viel Empathie von Tieren und anderen Menschen, von ihren Begegnungen und komplexen Beziehungen. Er führt uns behutsam in das Wiener Tierschutzhaus, in dem die unterschiedlichsten Geschöpfe gestrandet sind und wo sie ärztlich behandelt, aufgepäppelt und nach Möglichkeit auch wieder weitervermittelt werden.  Nach und nach entfaltet sich das vielschichtige Bild einer Institution, in der sich das Verhältnis von Mensch und Tier in all seiner Ambivalenz ergründen lässt. Ohne Kommentar, ohne Interviews, rein durch die Kraft der dokumentarischen Beobachtung, klug montiert, zieht uns der Regisseur in seine Erzählung. Es sind die kleinen Gesten, Blicke und Sätze, die uns nach der Vorführung nicht aus dem Kopf gehen. Der Film über den Wiener Tierschutzverein beweist, was Kino kann.

Der Film wird am Mittwoch, 18.03. um 19:30 Uhr noch einmal gezeigt!

 

Südkino Kurzfilmpreis

Der von der Südkino Filmprdouktion gestiftete Kurzfilmpreis in Höhe von 500 Euro geht an

Oro Blanco

Gisela Carbajal Rodríguez


Begründung der Jury:

Das Batteriegold Lithium – ein zentraler Rohstoff für die Energiewende. Die explodierende Nachfrage treibt internationale Unternehmen dazu, den Abbau immer weiter auszudehnen. Was das heißt, erzählt Gisela Carbajal Rodríguez in „Oro Blanco“, „Weißes Gold“.  Mit großen Bildern, die uns in die Hochebene der Salinas Grandes entführen, poetisch, aber ohne zu verklären, zeigt sie uns, wie der Rohstoffhunger das Überleben der indigenen Gemeinschaften bedroht. Uns hat beeindruckt, wie behutsam und respektvoll sie ihren Protagonisten Raum gibt. Sie erzählen von ihren Ängsten und von ihrer Kritik, mit großer Stärke vorgetragen. Wir sehen und hören zu. Können den Blick nicht abwenden.  Eine klare filmische Botschaft in 23 Minuten, die Verpflichtung, eine nachhaltige Zukunft für alle zu sichern. Sie ist dringlich, in diesen Zeiten mehr denn je.

 

Bürgerpreis

Der mit 500 Euro dotierte Bürgerpreis wurde von der Schülerjury betehend aus Josefine Ban und Fanny Ostern verliehen an den Film

Stille Beobachter
Eliza Petkova


Begründung der Jury:

Menschen sind hier Randfiguren – was auch am gewählten Filmformat 4:3 liegt. Stattdessen begibt sich die Kamera auf Augenhöhe der tierischen Protagonisten und rückt ganz nah an sie heran. Sie sind hier nicht einfach nur Tiere, sondern der Aberglaube der Dorfbewohnerinnen und -bewohner verleiht ihnen eine tiefere Bedeutung. Dadurch, dass jedes Tier eine eigene musikalische Stimme bekommt, werden sie alle in ihrer Einzigartigkeit herausgehoben. Der Film „Stille Beobachter“ von Eliza Petkova schafft es, uns 95 Minuten lang tief in die Welt der Tiere eintauchen zu lassen, durch ihre Augen zu sehen und eine faszinierend andere Kultur zu erleben.

Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich!!

 


 

Die Nonfiktionale wird volljährig! Zum 18. Mal laden wir alle Dokumentarfilmbegeisterten nach Bad Aibling ins Aibvision Filmtheater.

Die 18. Festivalausgabe vom 12. bis 15. März 2026 steht unter dem Motto “Mehr als der Mensch”

Ob Maß aller Dinge, Identifikationsfigur oder naheliegendes Sujet: In der Regel ist der Mensch das Zentrum der filmischen Erzählung. Doch weitet man den Blick, öffnet sich der Raum: Natur und Tier lösen sich aus dem Bildhintergrund. Sie können zu eigenständigen Protagonisten des Films werden oder treten mit Menschen in eine komplexe Beziehung. 

Wie lassen sich Natur und Tier als Hauptfiguren in einem Dokumentarfilm etablieren? Wie gelingt es, eine ganz eigene Perspektive jenseits des anthropozentrischen Blickwinkels zu finden? Welche filmischen Mittel kommen dabei zum Einsatz? Wie lässt sich die ungleiche Beziehung zwischen Mensch und Natur darstellen? Welche Rückwirkung hat dies auf unser Selbstverständnis und unsere Wahrnehmung der Welt? 

Unter unserem aktuellen Motto „Mehr als der Mensch“ zeigen wir dokumentarische Arbeiten, die den Fokus weg vom menschlichen Handeln und Sein, hin zu Tier und Natur richten oder aber deren Verhältnis zum Menschen beleuchten. 

Hier geht's zum Nonfiktionale Programm 2026.

Informationen zu unserem Familien- und Jugendprogramm finden Sie hier.

 


 

"Checker Tobi" und Antonia Simm live im Aibvision Filmtheater

Als Vorgeschmack auf die Nonfiktionale 2026 gab es am 08. März einen besonderen Auftakt unseres Familienprogramms im Aibvision Filmtheater:

Die Regisseurin Antonia Simm und Tobi Krell führten im Anschluss ein Filmgespräch mit Valerie und Lara, unserem jungen Moderatorinnenteam

Vor dem ausverkauften Aibvision Filmtheater gaben uns Tobi und Antonia Einblicke in die Entstehung des Films “CHECKER TOBI 3 - Die heimliche Herrscherin der Erde” und ihre Zusammenarbeit bei den Dreharbeiten. Dabei wurden auch viele Fragen unseres jungen Publikums beantwortet. 

Die Nonfiktionale bedankt sich bei Antonia und Tobi ganz herzlich für diesen besonderen Tag!

Junge Doks Auftakt: CHECKER TOBI 3 - Die heimliche Herrscherin der Erde

Zum Auftakt unseres Familienprogramms kommen Antonia Simm und Tobi Krell nach Bad Aibling.

Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde
D 2025, 93 Min.

In Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde entdecken Tobi und Marina beim Ausmisten seines Kellers eine alte Videoaufnahme: Darin moderiert der achtjährige Tobi eine selbst erfundene Show über die Erde in unseren Böden – und stellt seine allererste „Checker-Frage“: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Doch Tobi hat die Antwort vergessen. Die Suche nach der Antwort führt ihn in die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars, tief in den Permafrostboden Spitzbergens und auf die Spuren der alten Maya nach Mexiko. Erst als er erkennt, was alle Böden miteinander verbindet – und was das mit uns zu tun hat – kann er seinem größten Herausforderer, sich selbst, eine Antwort geben.

Die Nonfiktionale präsentiert: IM PRINZIP FAMILIE im City Kino München

Am 22. Januar 2026 um 18:00 Uhr wird der Film Im Prinzip Familie von Daniel Abma als München Special im City Kino gezeigt.  

Im Prinzip Familie
D 2024, 91 Min.

Im Anschluss an die Filmvorführung wird Festivalleiterin Tamara Danicic ein Gespräch mit Britta Strampe, der Produzentin des Films, führen.


Der Film war Preisträger des Nonfiktionale-Preises der Stadt Bad Aibling 2025. Die Jurybegründung lautete:

Die Gründe für ihren Aufenthalt sind unterschiedlich, doch allen mangelt es an Stabilität, Orientierung und Zuneigung. Was ihre Eltern ihnen nicht zu geben vermögen, versuchen drei Erzieher:innen zu kompensieren, die fünf Kindern in einer Wohneinrichtung in idyllischer Natur ein temporäres Zuhause bieten und dabei im Schichtdienst weitaus mehr leisten als Wäsche waschen, Medikamente verabreichen, Schulbrote schmieren und Telefonate mit Behörden, Bildungsträgern und Eltern führen. Niemals bewertend, sondern stets respektvoll, empathisch und voller Anerkennung für die Ausdauer und Kraft, mit der sowohl die jungen als auch erwachsenen Protagonist:innen ihren Alltag bestreiten, Enttäuschungen, Stress und psychischem Druck standhalten, begleitet der Film diese „Familie auf Zeit“ über mehrere Jahre. Dabei gelingt es Daniel Abma ob der Schwere des Themas, die Ambivalenz des Lebens und die Herausforderungen von Beziehungsarbeit mit großer Leichtigkeit in der Schwebe zu halten.

LETsDOK Dokumentarfilmtage 2025

In Zusammenarbeit mit den LETsDOK Dokumentarfilmtagen 2025 zeigt die Nonfiktionale am 15. Oktober um 19:30 Uhr den Film BIS HIERHIN UND WIE WEITER? im Aibvision Filmtheater Bad Aibling. 

BIS HIERHIN UND WIE WEITER?
D 2023, 91 Min.
Hungerstreik, Festkleben auf der Straße, Sitzblockaden und Widerstand gegen die Staatsgewalt: Wie radikal darf ziviler Ungehorsam sein, wenn man die Welt vor dem Klimakollaps bewahren will?

Im Anschluss an die Filmvorführung wird es ein moderiertes Gespräch mit Felix Maria Bühler, dem Regisseur des Films, geben.


Der Film war Preisträger des Dedo-Weigert-Film-Kamerapreises auf der Nonfiktionale 2024. Die Jurybegründung lautete:

Es ist „Direct Cinema“ im besten Sinne: Die Kunst der teilnehmenden Beobachtung. Felix Maria Bühler baut ein spürbares Vertrauen zu seinen Protagonist*innen auf. Seine Kamera wird zum Seismographen ihrer Wut, Angst und Entschlossenheit; löst ihre Diskussionen und Gespräche dialogisch auf; begleitet sie hautnah durch eine vielschichtige Topografie von Konfrontationen. Es gelingt ihm eindrucksvoll, Ruhe und Konzentration in chaotischen und gefährlichen Situationen zu bewahren, und eine produktive Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden. Seine präzisen und unprätentiösen Bilder fügen sich organisch in der Montage von Lena Köhler zusammen, deren Leistung wir ebenfalls besonders hervorheben möchten.

 


Wir danken unseren Förderern und Sponsoren!